Referenz Erschließung Holsteinstadion Kiel: Luftaufnahme eines Fußballstadions: in der Mitte das Spielfeld, links eine hohe Tribüne mit großen weißen KSV-Buchstaben; rundherum Gebäude und Parkflächen.

Kiel • Erschließungsstraße zum Holstein-Stadion

Referenzen/Verkehrs­infrastruktur/Kiel • Erschließungsstraße zum Holstein-Stadion

Erschließung Holstein Stadion

Für den Bau einer Erschließungsstraße zum Holstein-Stadion in Kiel übernahm POHL die umfassenden Straßen-, Kanal- und Versorgungsarbeiten. Das Bauprojekt umfasste die Umwandlung einer ehemaligen Kleingartenanlage in eine leistungsfähige Infrastruktur mit einer 350 m langen Erschließungsstraße, Geh- und Radwegen sowie umfangreichen Medienverlegungen.

Titel Inhalt
Standort:

Kiel • Erschließungsstraße zum Holstein-Stadion

Baubeginn:

Oktober 2022

Bauende:

Herbst 2023

Leistungen:
Besonderheiten:
  • Einsatz von 20 Personen für eine Kampfmittelfreiheit von 6 m
  • Ökologische Baubegleitung
  • Ständige bodenkundliche Baugleitung

Leistungsmerkmale:

  • 350 m Erschließungsstraße mit Geh- und Radweg
  • Große Erdmengenbewegungen
  • Kanalbau in Tiefen bis zu 5,50 m und einem Doppelgraben von 2,80 m Breite
  • Borde für Straße und Gehwege eingebaut, Geh- und Radweg gepflastert
  • Verlegung sämtlicher Medien: Telekom, Beleuchtung, Wasser und Strom
  • Straßenbau durch eigene Asphaltkolonne
Referenz Erschließung Holsteinstadion Kiel: Seitliche Ansicht eines orangefarbenen POHL-Radladers mit Schaufel; das Fahrzeug steht mittig hinter einem Bauzaun, vorne eine offene Baukante.

Komplexe Erschließung mit hohem technischen Anspruch

Die Arbeiten umfassten nicht nur den klassischen Straßenbau, sondern auch anspruchsvolle Tiefbau- und Erschließungsmaßnahmen. Ein Schwerpunkt war der Kanalbau in bis zu 5,50 Metern Tiefe sowie die Verlegung sämtlicher Versorgungsleitungen für Telekommunikation, Beleuchtung, Wasser und Strom. Besonders herausfordernd war der Bodenaufbau: Aufgrund einer Torflinse mussten in einem Teilbereich 465 Rüttelstopfsäulen eingebaut werden, um die Tragfähigkeit zu gewährleisten. Diese wurden mit einem Bodenpolster aus Geogitter und Sand ergänzt, um eine stabile Grundlage für die Straße zu schaffen.

Referenz Erschließung Holsteinstadion Kiel: Neu gebaute Straße in sanfter Rechtskurve; rechts ein breiter Gehweg mit heller Bordsteinkante, links und hinten Bäume hinter einem Zaun.

Naturschutz, Bodenschutz und Kampfmittelsondierung

Ein besonderer Fokus lag auf dem Umwelt- und Bodenschutz. Der vorhandene Mutterboden wurde als schützenswertes Gut behandelt und durfte nur mit Bodenschutzmatten betreten werden. Eine bodenkundliche Baubegleitung stellte sicher, dass alle Vorgaben eingehalten wurden. Zudem wurde das Baugebiet auf Fledermausbesatz geprüft, da für das Projekt 175 Bäume gefällt werden mussten. Eine ökologische Baubegleitung überwachte diesen sensiblen Bereich.

Referenz Erschließung Holsteinstadion Kiel: Links vorn eine große orangefarbene POHL-Baumaschine mit Ketten; rechts im Mittelgrund fährt eine kleine Walze mit POHL-Aufschrift, ganz rechts ein Arbeiter; der Boden ist schlammig.

Sicherheit und innovative Infrastruktur

Da Luftbildauswertungen verfüllte Bombentrichter im Gebiet zeigten, war eine ständige Kampfmittelüberwachung erforderlich. In einigen Bereichen wurden Tiefensondierungen bis in sechs Meter Tiefe durchgeführt. Als zukunftsweisende Maßnahme wurde die Straße bereits für ein solares Wärmesystem vorbereitet: Auf der eingebauten Binderschicht werden später Wärmeschleifen installiert, die Sonnenenergie zur Energiegewinnung nutzen. POHL legte hierzu bereits die Medienversorgung inklusive Kabelschächten an.

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